Tarifberatung

Tarifberatung und Optimierung für Geschäftskunden
(Stand: 29.06.2016)

 
 
Wir beraten Sie, welche Arten von Kommunikationskanälen (Analog, IP, ISDN-Mehrgeräteanschluss, ISDN-Anlagenanschlüsse) und welche dazugehörigen Tarife für Ihr Unternehmen am sinnvollsten sind.
 
Wir sind unabhängig, da wir von keinem Netzbetreiber irgendwelche Provisionen noch Gratifikationen erhalten!
 
 
Analoge Sammelanschlüsse (keine Neuanschaltung mehr möglich)
Viele Geschäftskunden haben noch analoge Sammelanschlüsse, die bis vor kurzem auch auf ISDN-Mehrgeräteanschlüsse mit Sammelrufnummer umgestellt werden konnten. Der Vorteil war, dass Ihre Rufnummern bzw. Ihre Sammelrufnummer erhalten blieb. Alternativ bleiben hier nur noch der VoIP- oder der ISDN-Anlagenanschluss. Näheres hierzu unter Anlagenanschlüssen. Hierbei sollte man allerdings bedenken, dass Ihre bisherigen Rufnummern verloren gehen! Wie das zu vermeiden ist, erklären wir Ihnen unter "Erhalten von Rufnummern". Will man dennoch nicht auf die analogen Sammelanschlüsse verzichten aber trotzdem eine Festnetzflatrate nutzen, bietet sich hier die Preselection für Fern- und Ortsverbindungen im deutschen Festnetz an. Dies sollte allerdings nur die Notfallalternative sein.
 
Analoger Anschluss (einzeln oder mehrere)
Bei einzelnen oder mehreren analogen Anschlüssen, die nicht zu einem Sammelanschluss zusammengefasst sind, bietet sich hier eine Tarifoptimierung auf den günstigsten Tarif oder die Umstellung zu ISDN-Mehrgeräteanschlüssen an.
Vorteil: Alle Rufnummer(n) bleiben erhalten.
Wenn Sie also mehr als zwei analoge Anschlüsse haben, kann sich eine Umstellung auf ISDN, allein durch Einsparung an Grundgebühren schon rechnen, insbesondere dann, wenn entsprechende Flatrateprodukte bereits enthalten sind. Weder die Deutsche Telekom noch Vodafone bieten aktuell analoge Sammelanschlüsse zur Neuanschaltung an! Die Technik ist aus dem vorhergehenden Jahrhundert und nicht mehr zeitgemäß.
 
ISDN-Mehrgeräteanschluss
An einem ISDN-Mehrgeräteanschluss stehen Ihnen bis zu 10 Rufnummern (die MSN genannt werden) zur Verfügung, haben allerdings nur 2 Sprachkanäle, d.h. es sind maximal 2 Verbindungen gleichzeitig möglich. Sie können bis zu acht verschiedene Endgeräte an einem ISDN-Bus betreiben, d.h., jedes Endgerät hat seine eigene Rufnummer. Haben Sie mehrere ISDN-Mehrgeräteanschlüsse, besteht allerdings das Problem, wenn Sie Ihren Kunden nur eine Rufnummer mitgeteilt haben und die Rufnummer liegt am ersten ISDN-Mehrgeräteanschluss an, dort werden aber auf beiden Sprachkanälen bereits Gespräche geführt, der Anrufende nun ein Besetztzeichen hört. In diesem Fall bot sich der "ISDN-Mehrgeräteanschluss mit Sammelrufnummer" an, hier konnten dann automatisch weitere ankommende Gespräche auf den zweiten oder dritten usw. Mehrgeräteanschluss automatisch aufgeschaltet werden. Dieses Produkt wurde inzwischen eingestellt. Will man also mehrere ISDN-Mehrgeräteanschlüsse unter einer Rufnummer betreiben, muss man mit "Anrufweiterschaltung bei Besetzt" zum nächsten ISDN-Mehrgeräteanschluss arbeiten. Ist auf Ihren Anschlüssen ein Tarif hinterlegt, welches eine Flatrate beinhaltet, sind solche Anrufweiterschaltungen (zumindest im Netz der Deutschen Telekom AG) kostenlos. Als Alternative ist auch ein ISDN-Anlagenanschluss denkbar. Näheres hierzu unter Anlagenanschlüssen. Hierbei sollte man allerdings bedenken, dass Ihre bisherigen Rufnummern (MSNs) verloren gehen! Wie das zu vermeiden ist, erklären wir Ihnen unter "Erhalten von Rufnummern".
 
ISDN-Anlagenanschluss
An einem ISDN-Anlagenanschluss erhalten Sie in der Regel einen Rufnummernblock, bestehend aus einer Kopfnummer und den Durchwahlnummern (DDI). Die Anzahl der möglichen Durchwahlen ist bei Zuteilung des Rufnummernblocks abhängig von den gebuchten Sprachkanälen (je 2 pro Anlagen- bzw. Ergänzungsanschluss). Hierzu gibt es auch Ausnahmen, nach den Bestimmungen der Bundesnetzagentur. Dies handhaben die Netzbetreiber sehr unterschiedlich. Sprechen Sie uns an, wir helfen Ihnen, insbesondere dann, wenn Sie einen größeren Rufnummernblock (DDI) benötigen.

Offiziell stehen Ihnen folgende Anzahl an Rufnummern zur Verfügung:
- bei 2 Nutzkanälen (enspricht 1 NTBA)
10 Rufnummern als Block von 0 bis 9, maximal bis 100 Rufnummern als Block von 00 bis 99
- bei 4 Nutzkanälen (entspricht 2 NTBA´s)
30 Rufnummern als Block von 00 bis 29, maximal bis 100 Rufnummern als Block von 00 bis 99
- bei 6 Nutzkanälen (entspricht 3 NTBA´s)
70 Rufnummern als Block von 00 bis 69, maximal bis 100 Rufnummern als Block von 00 bis 99
- bei 8 Nutzkanälen (entspricht 4 NTBA´s)
100 Rufnummern als Block von 00 bis 99, maximal bis 300 Rufnummern als Block von 000 bis 299
- bei 10 bis 28 Nutzkanälen (entspricht 5 bis 14 NTBA´s)
300 Rufnummern als Block von 000 bis 299, maximal bis 500 Rufnummern als Block von 000 bis 499
- bei 30 bis 58 Nutzkanälen (entspricht 15 bis 29 NTBA´s bzw. 1 bis 2 Primärmultiplexanschlüsse)
500 Rufnummern als Block von 000 bis 499, maximal bis 1000 Rufnummern als Block von 000 bis 999
- bei 60 bis 88 Nutzkanälen (entspricht 30 bis 44 NTBA´s bzw. bis 3 Primärmultiplexanschlüsse)
1000 Rufnummern als Block von 000 bis 999, maximal bis 3000 Rufnummern als Block von 0000 bis 2999
- bei 90 bis 118 Nutzkanälen (entspricht 45 bis 59 NTBA´s bzw. bis 4 Primärmultiplexanschlüsse)
3000 Rufnummern als Block von 0000 bis 2999, maximal bis 3000 Rufnummern als Block von 0000 bis 2999
- bei 120 bis 148 Nutzkanälen (entspricht 60 bis 74 NTBA´s bzw. bis 5 Primärmultiplexanschlüsse)
4000 Rufnummern als Block von 0000 bis 3999, maximal bis 4000 Rufnummern als Block von 0000 bis 3999
- bei 150 bis 178 Nutzkanälen (entspricht 75 bis 89 NTBA´s bzw. bis 6 Primärmultiplexanschlüsse)
4000 Rufnummern als Block von 0000 bis 3999, maximal bis 5000 Rufnummern als Block von 0000 bis 4999
- bei 180 bis 480 Nutzkanälen (entspricht 90 bis 280 NTBA´s bzw. bis 9 Primärmultiplexanschlüsse)
5000 Rufnummern als Block von 0000 bis 4999, maximal bis 10000 Rufnummern als Block von 0000 bis 9999

Die Zuteilung der Maximalwerte ist nur in Abstimmung mit den Netzbetreibern möglich, die zum Teil dies sehr restriktiv anwenden (z. B. Telekom). Um hier die Maximalwerte zu erhalten ist ein gesonderter Antrag auf Mehrbedarf von Rufnummern nach Methode 1 direkt beim Netzbetreiber zu stellen und dieser sachlich zu begründen. Sprechen Sie uns bitte an, wir lösen das für Sie. Wir bekommen fast jeden gewünschten Rufnummernblock für Sie durch, auch größere, über den Mehrbedarf hinaus.
 
 
Nicht überall wo ISDN drauf steht, ist auch ISDN drinnen ...
Nicht überall, wo ISDN drauf steht, ist auch ISDN drin. Denn ISDN, so heißt es immer wieder, ist kein festgeschriebener Standard, was aber falsch ist. So bietet manches Unternehmen ISDN-Anschlüsse an, schaltet aber nicht in jedem Fall das, was der Volksmund als ISDN bezeichnet. Vielmehr wird in vielen Gebieten lediglich ein DSL-Anschluss geschaltet, aber keine Telefonleitung. Denn die Telefonie wird über die Breitbandleitung realisiert. ISDN lässt sich also auch über NGN realisieren. Allerdings werden keine echten Telefonkanäle geschaltet. Dennoch kann der Kunde zumeist alle ISDN-Features nutzen und verfügt über die Möglichkeit, ISDN-Telefone an einen S0-Bus anzuschließen. Immer mehr Anbieter stellen ihr Netz um auf NGN-Technologie. Sie müssen auf diesem Weg in den Vermittlungsstellen keine Analog- und ISDN-Ports mehr bereit stellen. Echte Telefonanschlüsse werden immer seltener - dabei bieten sie den Kunden die beste Qualität. Doch Vorsicht: Viele Telefonanlagen brauchen - um nicht aus dem Takt zu geraten - noch einen echten Telefontakt (Zeittakt), der auch nur auf echten ISDN-Anschlüssen gesendet wird. Das wird man erst dann merken, wenn nach einen halben Jahr an einer Telefonanlage ohne ISDN-Zeittakt oder eingebauten Taktmodul (Clockmodul) die angeschlossenen DECT-Geräte ihren Dienst versagen. Aus diesem Grund ist echten ISDN gegenüber NGN-ISDN immer den Vorzug zu geben, so lange es noch geht. Zum Beispiel bei Vodafone in den Non-TAL-Gebieten, QSC oder HLkomm bieten nur noch ISDN-Anschlüsse auf NGN-Basis an. Hier wird also ISDN am DSL-Modem nur simuliert, ohne Telefontakt! Bei Alarmanlagen, die echtes ISDN benötigen, könnte es Probleme geben, um es freundlich zu nennen. Also davon einfach die Finger lassen !
 
 
IP-Telefonanschlüsse (analoge oder ISDN-Simulation als Mehrgeräte- oder Anlagenanschluss)
Hier raten wir Geschäftskunden unbedingt zur Vorsicht. Die IP-Kommunikation (auch VoIP, NGN usw. bezeichnet), die in den meisten Fällen grundsätzlich über DSL/VDSL abgewickelt wird, hat einige Fallstricke, die später einmal zum Problem werden können. Das nutzen von Kreditkartenterminals, Alarmanlagen und Faxgeräten ist nur eingeschränkt bis gar nicht möglich (auch wenn beim Fax das T.38-Protokoll unterstützt wird --> Erklärung am Ende des Kapitels). Fällt DSL/VDSL mal aus, ist so auch keine Kommunikation möglich. Die paar Euro, die Sie hier am falschen Ort sparen, können Ihnen später sehr viel Geld kosten, wenn Kunden Sie nicht erreichen. Gerade Kunden die sich für den Netzbetreiber Vodafone entscheiden, sollten unbedingt aufpassen, was Ihnen konkret geschaltet wird. Derzeit bieten die großen Netzbetreiber wie Telekom und Vodafone keinen Anlagenanschluss auf IP-Basis (siehe auch nächsten Abschnitt) an, die Telekom nur im Businessbereich ab 500 Sprachkanälen (Amtsleitungen), das Produkt heisst dort: "Business VoIP". Aufgrund der kommenden Abkündigung von ISDN-Anschlüssen werden hier also noch neue "Trunking"-Produkte entstehen, die die bisherigen Anlagenanschlüsse ersetzen werden. Bei Trunking können bisherige Telefonanlagen, soweit diese das VoIP-Trunking unterstützen (ggf. durch Nachrüstung), weiterverwendet werden. Durch das sogenannte "SIP Trunking" wird Ihre VoIP-Telefonanlage über einen VoIP-Provider mit dem herkömmlichen öffentlichen Telefonnetz verbunden. Typischerweise ist dann nicht jedes einzelne Telefon (Nebenstelle) beim VoIP-Provider registriert, sondern nur die Telefonanlage, welche die VoIP-Kommunikation der Telefone dahinter (also der Nebenstellen) über einen Strang mit dem VoIP-Provider ermöglicht. Der Anschluss funktioniert bei ein- und ausgehenden Gesprächen wie ein ganz normaler Anlagen-/PMX-Anschluss. Wenn der VoIP-Provider den SIP-Standard unterstützt, lassen sich sowohl alle angewählten Rufnummern in Ihrer Telefonanlage auswerten als auch abgehend beliebige Absenderrufnummern (CLIP no screening) setzen. SIP-Trunking-Produkte bieten inzwischen viele VoIP-Provider an. Hier sollte man jedoch auf die entsprechende Tarifstruktur achten. Der VoIP-Provider DUS-Net macht die Anzahl der externen Sprachkanäle von dem zugeteilten Rufnummernblock abhängig, was sehr teuer werden kann, wenn man bisher bei der Telekom einen Anlagenanschluss mit 2 ISDN-Kanälen und einem 100er Rufnummernblock hat. Hier müsste man schon 20 externe Leitungen (10 davon abgehend und 10 davon kommende Kanäle) buchen. Bei Sipgate bekommt man dagegen schon ohne Grundgebühr 2 extern kommende und 100 abgehende Sprachkanäle (wer brauch das schon?) mit 100er Rufnummernblock (wenn dieser zu Sipgate portiert wird). Allerdings gibt es bei den Trunking-Angeboten von Sipgate keine Flatrateangebote z.B. für nur 2 oder 4 abgehende Leitungen (statt 100 abgehende Leitungen, die außer Callcenter ohnehin niemand braucht und tariflich mit Flatrates kaum kalkulierbar wären). So geht das durchaus interessante Trunkingangebot "erfolgreich" am Kunden ungenutzt vorbei. Zudem forciert sipgate sein Trunking-Angebot nicht, sondern versucht seine rein IP-basierte Telefonanlage im Netz "sipgate Team" regelrecht auf den Markt zu prügeln. Bei dem Team-Produkt können sogar SIM-Karten mit eingebunden werden (Achtung, diese funken leider nur im E-Plus-Netz). Das Problem für das sipgate Team-Produkt ist jedoch, dass Geschäftskunden des Mittelstandes in größten Teilen gar nicht die Inhouseverkabelung mit CAT5 (oder höher) vorweisen können, die für dieses Produkt benötigt werden. Hemmnisse sind u.a. die anfänglich hohen Investitionskosten für die Inhouseverkabelung selbst und die IP-Telefone, die auch nicht gerade billig in der Anschaffung sind. Sipgate könnte mit seinem Trunking-Angebot durchaus auch diese Geschäftskunden langfristig binden und sukzessive zu "sipgate Team" überführen, denn die meisten Kunden aus dem GK-Bereich haben bereits Telefonanlagen im Betrieb, die einfach auf VoIP nachgerüstet werden können. Bei einer Neuanschaffung bzw. den Austausch einer Telefonanlage könnte man als Alternative im Unternehmen schliesslich darüber nachdenken auf "sipgate Team" zu wechseln, wenn die Voraussetzungen im Unternehmen (komplette LAN-fähige Inhouseversorgung) geschaffen wurden. Dies wird sich jedoch nur über einen längerfristigen Zeitraum von mindestens 10 Jahren realisieren lassen, wenn die neu angeschafften Telefonanlagen in die Jahre gekommen sind. Derzeit verprellt sipgate diese Kundschaft und merkt es nicht mal oder nimmt es billigend in Kauf. Das Unternehmen Sipgate selbst ist noch ein junges Team, die auch mal gern Produkte auf den Markt werfen, welche kurze Zeit danach wieder eingestellt oder drastisch verändert werden. Einmal eingeführte Produkte (außer derzeit bei simquadrat, hier wurde das dazugehörige VoIP-Produkt nach drei Monaten auch wieder für Neukunden gleich eingestellt, Bestandskunden werden sicher in nächster Zeit Ihren VoIP-Account bei sipgate.GO, der maximal kastrierten Basic-Version, wiederfinden) werden sehr verzögert weiterentwickelt, lieber wirft man was neues auf den Markt. Gegen konstruktive Kritik ist man dort (anders in den Jahren der Gründerzeit - 2004) resistent und reagiert zunehmend überheblich. Ferner werden die angebotenen Produkte zunehmend mehr fragmentiert (statt alles unter einem Dach), so dass die jeweiligen Alleinstellungs- und Wiedererkennungsmerkmale ihrer Produkte bei den Kunden verloren gehen. Ein gutes Beispiel kann der Sipgateblog sein, den man sich durchlesen sollte um zu wissen, warum dort derzeit Chaos herrscht. Interessanter Weise hat sipgate den kompletten Blog über sipgate.GO vom Netz genommen, obwohl weit aus ältere Einträge zu anderen Themen im Blog verblieben sind. Die hier massenhaft aufgetretene Kritik zum "neuen Produkt" konnte wohl sipgate nicht ertragen und löschte einfach den für sie unangenehmen Teil an Wahrheiten. Schade sipgate! Diese Art von Zensur straft der Markt früher oder später gnadenlos ab. Anderenseits beweist gerade dieser Blog das derzeitige Chaos. Wir haben diesen Blog für Sie als 56-seitige PDF zum Nachlesen gesichert (Download gelöschter sipgate.GO-Blog). Die Hotline ist kaum noch erreichbar, bei den Mobilfunkprodukten (simquadrat und ehemals sipgate.GO - nach dem Relaunch gleich wieder eingestellt, zwischenzeitlich wieder online --> dass jetzt eher ein sipgate Basic light werden könnte --> es ist zudem nicht verständlich, warum sipgate beabsichtigt ihr Basic-Produkt in sipgate.GO zu überführen. Es läuft wesentlich instabiler, aufgrund des dort vorhandenen Zwangsproxys, so wie dieser auch bei sipgate.TEAM und Simquadrat verwendet wird) gibt es nur einem Email-Support, dessen Reaktionszeiten liegen derzeit bei 5 bis 7 Tagen. Anfragen von Neukunden per Email (so z.B. bei den sipgate-team-Produkten) werden letzter Zeit gar nicht mehr beantwortet oder es dauert bis zu 10 Tagen. Unzumutbar. Hierzu gibt es einen interessanten Artikel von teltarif vom 06.08.2014, welche auf die gleichen Problematiken hinweist. Diesen wollen wir Ihnen nicht vorenthalten (teltarif-Artikel vom 06.08.2014). Derzeit können wir von sipgate nur abraten. Es wird sich bei diesem aggressiven TK-Markt zeigen, ob sipgate lernfähig und weiterhin beständig sein kann. Durch das "Rauf und Runter" in letzter Zeit werden immer mehr Kunden, die auch für Beständigkeit stehen, vor den Kopf gestoßen. Beim Anbieter Placetel fallen bei seinen Trunking-Produkten wiederum Grundgebühren pro genutzten externen Kanal an. Bevor man also einen Wechsel zu einen anderen Anbieter anstrebt, sollte man genau die Preise vergleichen und vorher abschätzen können, wie viel externe Sprachkanäle (kommend wie gehend) tatsächlich benötigt werden. Hier wird sich also in naher Zukunft noch einiges tun. Wenn Sie Fragen haben, sprechen Sie uns einfach an. Interessant ist auch die VoIP-Lösung von Portunity, die bieten sogar Trunking an, ohne es selbst zu wissen. Wenn man es richtig anstellt, bekommt man hier kostenlos zwei Festnetznummern (eine davon ist Trunkfähig, d.h. man kann die zugeteilte Rufnummer selbst mit eigenen Ziffern verlängern und so auf diese Weise mehrere unterschiedlich adressierbare Nebenstellen betreiben), nämlich eine für Telefonie und eines für Fax, welches direkt über die Portunity-Plattform läuft. Damit ist sichergestellt, dass der Telefaxversand ankommend, wie gehend auch wirklich funktioniert. Und die Minutenpreise sind auch noch günstiger als bei Sipgate, DUS-Net oder Placetel.
 
Erklärung T.38
T.38 ist ein Protokoll speziell für Übertragungen von Faxnachrichten. Dies geschieht mittels UDP und/oder TCP innerhalb einer SIP-Session. Diese Übertragungsweise ist weitaus unempfindlicher als das Senden eine Faxes im Audiokanal eines SIP-Anrufes. Das Echtzeitverhalten wirkt sich negativ auf die Fehleranfällige Faxverbindung aus. Wenn Sie mittels G.711a Codec, also unkomprimiert Telefonieren und einige Sprachpakete verloren gehen oder später ankommen nehmen Sie höchstens ein Knacken wahr. Für ein Fax ist das der Abbruch. T.38 verhindert dies durch ein aktives Kontrollprotokoll welches Paketquittungen für jedes Datenpaket sendet und empfängt.
 
Anlagen- und Mehrgeräteanschluss vor Ort/oder auf IP, ...die keine sind
Die beiden großen Netzbetreiber bieten auch reine IP-basierte "virtuelle" Anlagenanschlüsse an, die einen Ortsbezug haben müssen. Der Unterschied zu den im vorhergehenden Kapitel beschriebenen simulierten Anlagenanschlüssen besteht darin, dass ausschließlich im Internet die Administration erfolgt. Die Deutsche Telekom bietet solche Anschlüsse zu vergleichbaren Preisen ihrer Pedanten im ISDN-Netz unter der Bezeichnung "Mehrgeräteanschluss vor Ort bzw. Anlagenanschluss vor Ort", Vodafone unter der Bezeichnung "IP-Anlagenanschluss" an, wobei Vodafone sich preislich am "gewünschten Ausbau" orientiert. Zur Nutzung solcher Anschlüsse ist keine IP-Verkabelung (LAN) notwendig, da dieser Anschlusstyp ausschließlich über die Einrichtung von Rufumleitungen zu echten Telefonanschlüssen (z.B. Analog, ISDN oder VoIP) funktioniert. Es müssen also noch echte Telefonanschlüsse vorhanden sein um den "Anlagen- oder Mehrgeräteanschluss vor Ort" nutzen zu können, da dieser nur virtuell zwischengeschaltet wird. Zu deutsch und einfach gesagt: Es ist nichts weiter als ein Rufumleitservice mit zugeteilten MSNs oder einen festen Rufnummernblock aus dem ortsansässigen Bereich zu alle möglichen echten Anschlüssen, in dem eine MSN oder eine Durchwahlrufnummer (DDI) aus einem Block per Rufumleitung auf einen beliebigen echten Telefonanschluss geleitet wird. Dabei kann jede MSN oder Durchwahlnummer auf einen anderen "echten Anschluss" umgeleitet werden. Der Anlagenanschluss vor Ort ist außerdem nur für max. 100 Durchwahlen geeignet, der Mehrgeräteanschluss vor Ort für maximal 10 MSNs, da maximal 100 bzw. 10 Rufumleitungen eingerichtet werden können. Er ist nicht vergleichbar mit dem klassischen ISDN-Mehrgeräte- oder Anlagenanschluss bzw. dem auf IP-basierten VoIP-SIP-Trunking und kann diesen auch nicht ersetzen.
 
IP-Telefonanschlüsse (Deutschland-LAN/Office-Net/Cloud-Telefonanlagen)
Die Steigerung des ganzen ist hier, dass Telefonie, Mobilfunk und Emailverkehr gebündelt, sprich die gesamte Firmenkommunikation über das Internet abgewickelt wird. Dies lohnt sich insbesondere für Unternehmen, die nicht nur an einem Ort, sondern bundesweit agieren. Auch hier findet die Konfiguration vollständig im Internet statt. Ein weiterer Vorteil ist, dass man eine zentrale Kopfnummer hat und mittels Durchwahlen, jede einzelne Niederlassung erreichen kann. Bei der Deutschen Telekom heißt das Produkt "Deutschland LAN" bei Vodafone z.B. "OfficeNet". Die Leistungen sind hier auch untereinander vergleichbar. Die Preise richten sich hier - vereinfacht gesagt - ebenfalls nach der Anzahl der Nutzer bzw. der Nebenstellen. Alternativen und zum Teil preisgünstigere Angebote gibt es hier allerdings in reichlicher Auswahl, zu nennen wären hier Sipgate, nfon, Placetel, um nur einige aufzuzählen. Zur Nutzung solcher Anschlüsse ist eine komplette IP-Verkabelung (LAN-Inhouseverkabelung, hier reicht CAT5 aus) zwingend notwendig. Für eine Vernetzung im kleinen Bereich können sich auch VPN-Verbindungen für VoIP lohnen. Wie das funktionieren kann, erklären wir Ihnen gern.
 
LTE
LTE (Long Term Evolution) soll insbesondere auf dem Land für bessere Datenübertragungsraten sorgen. Es ist gewissermaßen ein DSL über Funk. Über LTE kann auch telefoniert werden, hier gelten allerdings fast die gleichen Einschränkungen --> siehe IP-Anschlüsse, da für Ihre Telefonanlage das einzuspeisende Signal entweder analog oder im simulierten ISDN erfolgt. Für Geschäftskunden ist die Telefonie uninteressant, da auch auf dem Land herkömmliche analoge und ISDN-Anschlüsse schaltbar sind. Für die Datenkommunikation ist LTE nur dann eine Alternative, wenn kein anderes herkömmliches Signal (DSL/VDSL/DSL über Satellit/Internet über den Kabelfernsehanschluss) beschaffbar ist. Aber Achtung, die Bandbreite, die LTE verspricht, reduziert sich - vereinfacht gesagt - durch die Anzahl der Teilnehmer, die in der gleichen Mobilfunkzelle LTE ebenfalls nutzen (Shared Medium).
 
DSL/VDSL (mit/ohne Vectoring)/Fibre-DSL/Kabel-Internet/Internet via Sat
DSL und VDSL-Anschlüsse sind in vielen Orten im ganzen Land bereits schaltbar. VDSL/Firbre-DSL sind eher in den Städten anzufinden. Doch für Geschäftskunden Vorsicht: Nur Vodafone und O2/Telefonica bietet derzeit VDSL uneingeschränkt für Geschäftskunden an (wenn im Anschlussbereich verfügbar), die Deutsche Telekom kann derzeit nicht alle Anlagenanschlüsse mit VDSL versorgen, auch wenn VDSL möglich wäre. Das liegt an den Buchungssystemen der Telekom. Viele Bestandskunden mit Anlagenanschlüssen befinden sich derzeit noch auf einem alten Buchungssystem, wo nicht auf die DSL-Technologie (vereinfacht ausgedrückt) zur Buchung zugegriffen werden kann. Diese Bestandskunden werden sukzessive auf das neue Buchungssystem CMRT übertragen, dann ist auch eine VDSL-Buchung bzw. Umstellung auf einen Tarif mit VDSL möglich (wenn im Anschlussbereich verfügbar). Bis dahin, bietet die Deutsche Telekom alternativ auch die zusätzliche Buchung eines analogen oder ISDN-Mehrgeräteanschlusses an, wo VDSL, wenn verfügbar, dann aufgeschaltet wird. Dies trifft auch für Neuschaltungen bzw. Ersteinrichtungen von Anlagenanschlüssen (z.B. für Neukunden) zu, da diese ebenfalls grundsätzlich über die neue Buchungsplattform CMRT geordert werden. Firbre-Anschlüsse sind immer zu empfehlen, wo verfügbar. Besonders in Städten, wo bundesweite Kabelanbieter (z.B. Kabeldeutschland) oder regionale Betreiber am Markt sind, kann auch als Alternative die Schaltung eines Internetanschlusses interessant sein, gerade in den Bereichen, wo DSL nur mit wenig Bandbreite oder gar nicht zur Verfügung steht. Grundsätzlich ist einem DSL/VDSL mit oder ohne Vectoring/Fibre-DSL-Anschluss stets den Vorzug zu geben, da im Kabel-Internet die nutzbare Bandbreite sich je nach Auslastung (Anzahl der Nutzer) ändert (Shared Medium). Auch gibt es im Kabel-Internet (so z.B. bei Kabeldeutschland) öfters Ausfälle, für Geschäftskunden ein absolutes No-go. Wenn nichts von allem verfügbar ist, kann neben LTE (siehe unter LTE) auch Internet via Satellit der letzte Ausweg sein. Das sind aber wirklich nur Notfallalternativen. Wir beraten Sie, wenn Sie hierzu Fragen haben. Zum Thema Shared Medium gibt es einen interessanten Artikel von Digitalfernsehen vom 27.01.2014, welches die Diskrepanz zwischen Marketing und Wirklichkeit bei Kabel Deutschland beschreibt, wenn diese Anschlüsse bis zu 200 Mbit/sec. vermarkten, wie folgt:
 
Zitat: "Die 'Bis zu'-Angabe bei Internetzugängen erlöst die Anbieter davon, die vermarktete Bandbreite tatsächlich zur Verfügung stellen zu müssen - zum Ärger der Kunden. Besonders krass ist der Unterschied zwischen Vermarktung und Wahrheit bei Kabel Deutschland (KDG). Unlängst startete der zu Vodafone gehörende Kabelnetzbetreiber in Mainz die ersten Internetanschlüsse mit einer Bandbreite von 200 MBit/s. Nachdem die Deutsche Telekom angekündigt hat, in ihren DSL-Netzen über die Vectoring-Technologie ebenso wie die Kabelnetzbetreiber 100 MBit/s anbieten zu können, hat das Kabel mit dem KDG-Projekt in Mainz wieder die Nase vorn - zumindest auf dem Papier. Denn Kabel Deutschland kann seinen Kunden nur 600 kBit/s zur Verfügung stellen, wie KDG-Vorstandsvorsitzender Adrian von Hammerstein auf der Jahreshauptversammlung des Netzbetreibers aus Unterföhring eingestehen musste. Allerdings müssten dann alle Internetkunden der KDG gleichzeitig online sein. Das ist zwar unrealistisch, aber die Überbuchung der zur Verfügung gestellten Netzkapazitäten ist offensichtlich. Wie man daher ruhigen Gewissens 200 MBit/s vermarkten könne, wollte Kabel Deutschland nicht erklären. Die Diskrepanz zwischen Marketingversprechen und Realität ist aber nicht allein ein Problem der KDG. Die Bundesnetzagentur kam im letzten Jahr zu dem Ergebnis, dass nur etwas mehr als ein Drittel der Kabelinternetkunden, die eine Bandbreite zwischen 50 und 100 MBit/s gebucht haben, diese Bandbreite auch tatsächlich bekommen. Die übrigen zwei Drittel surfen mit weniger im Internet."
 
In einen weiteren Artikel von Digitalfernsehen vom 13.02.2014 wird man noch genauer:
 
Zitat: "Welche Datenkapazität haben Kabel Deutschland Internethaushalte, wenn alle KDG-Internetkunden gleichzeitig surfen? Konzernchef Adrian von Hammerstein vermied auf der heutigen Hauptversammlung Fakten über die wahre Leistungsfähigkeit seiner Highspeed-Internetanschlüsse. ... Wie viele von Vodafone genutzten DSL-Hauptverteiler liegen im Kabel Deutschland Kabelgebiet? Diesen und ähnlichen Fragen muss sich heute der bald scheidende Kabel Deutschland CEO Adrian von Hammerstein bei der Aktionärsaussprache auf der außerordentlichen Hauptversammlung stellen. Aktuell sei der Kabel Deutschland nicht bekannt, wie viele Vodafone DSL-Anschlüsse auf das KD-Kabelnetz umgeschaltet werden können. Bei vielen gäbe es auch praktische und technische Probleme, insbesondere wenn das Kabel-Hausverteilnetz nicht rückkanalfähig ist. Umfangreiche vorbereitende Maßnahmen sind noch nicht gestartet, auch gebe es noch keine spruchreifen Planungen. Auch darüber, wie schnell die KDG-Mobilfunkkunden, die aktuell im Netz von O2 telefonieren, in das Mobilfunknetz der Vodafone überführt werden, konnte von Hammerstein keine Auskunft geben. Auch hier gäbe es aktuell noch keine konkreten Pläne. Fest stehe jedoch, dass Kabel Deutschland gegenüber O2 ein Sonderkündigungsrecht bei Eigentümerwechsel habe. Aktuell hat jeder Internet-Kunde von Kabel Deutschland, wenn alle gleichzeitig surfen, nur eine durchschnittliche Bandbreite von 600 kbit/s zur Verfügung. Auch, wenn die Kunden Anschlüsse mit 100 oder 200 Mbit/s Höchstgeschwindigkeit gebucht haben. Dies bestätige von Hammerstein auf der letzten regulären Hauptversammlung im Herbst auf Nachfrage. Auf der heutigen Hauptversammlung wollte er weder bestätigen noch Auskunft geben, wie sich diese durchschnittliche Surfgeschwindigkeit ändern wird, wenn auch sämtliche Vodafone DSL-Kunden auf das Kabelnetz umgeschaltet werden. Laut Informationen von DIGITAL FERNSEHEN sind aktuell Überbuchungen von über dem 200-fachen Normalität bei Kabelnetznetzbetreibern."
 
DSL-Anbieter sollen zukünftig Informationen zu ihren Anschlüssen transparent geben. So jedenfalls will es die Bundesnetzagentur, die mit einem am 25.02.2014 vorgelegten Entwurf einer "Transparenz-Verordnung" den ersten Schritt in diese Richtung geht. "Wir wollen erreichen, dass sich der Verbraucher auf einen Blick darüber informieren kann, welche Datenübertragungsrate er in seinem Vertrag vereinbart hat und welche Qualität ihm nach der Schaltung seines Anschlusses tatsächlich geliefert wird. Entscheidend ist dabei, dass er diese Informationen von seinem Telekommunikationsanbieter auf eine einfache und verständliche Art und Weise erhält und sich nicht mühevoll zusammen suchen muss.", sagte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur (Quelle: teltarif). Zudem sollen Anbieter aktiv auf mögliches Kündigungsdatum hinweisen und das auf jeder Rechnung. "Zur Verbesserung des Anbieterwechsels soll der Endkunde in der monatlichen Rechnung jeweils über das aktuell gültige Ende seiner Mindestvertragslaufzeit informiert werden und einen Hinweis erhalten, wo er ausführliche Informationen zum Anbieterwechsel finden kann. Damit verbinden wir Verbraucherschutz und aktive Wettbewerbsförderung", erklärte Homann. "Schließlich soll der Endkunde mit der Transparenz-Verordnung einen Rechtsanspruch gegenüber seinem Anbieter erhalten, die Zugangskennungen und Passwörter zur Nutzung der angebotenen Dienste zu erfahren. Damit ist es Endkunden möglich, nicht nur den Router des Anbieters, sondern auch Router anderer Hersteller zu nutzen. Wir stärken damit nachhaltig die freie Endgerätewahl. Außerdem können wir damit bereits kurzfristig den politischen Willen der Großen Koalition zur Digitalen Agenda in diesem Punkt umsetzen", betonte Homann (Quelle: teltarif). Damit werde auch der Routerzwang aufgehoben. Dieser ist bei einigen Anbieter bisher obligatorisch, so bei den Kabelanbietern (z.B. KabelDeutschland, Unitymedia u.a.) aber auch bei O2, Alice, zum Teil Vodafone und Telekom.
 
Fernsehen über Fibre-DSL/VDSL/DSL+
Die Deutsche Telekom bietet auch für kleinere Geschäftskunden und nur zur privaten Nutzung (z.B. für Unternehmer, die auf ihrem Firmengelände mit wohnen etc.), Fernsehen über VDSL/DSL an. Derzeit ist Entertain - so heißt das Produkt - nicht an ISDN-Anlagenanschlüssen buchbar und wird es wohl - auch aufgrund der Abkündigung von ISDN - nicht mehr werden. Wie im vorhergehenden Kapitel beschrieben, muss hier zunächst der Umweg über die Zubuchung eines weiteren Anschlusses gegangen werden, wo die Telefonie seit April 2013 nur noch IP-basiert ist (VoIP). Entertain wird nur noch in besonderen Ausnahmefällen zusammen mit ISDN geschaltet. Zudem läuft Business-VDSL/DSL über eine andere Plattform als die VDSL/DSL+-Anschlüsse für Privatkunden, welche mit den Zugangsdaten für T-Online arbeiten. Business-VDSL/DSL hat anders aufgebaute Zugangskennungen, die derzeit nicht mit den Zugangsdaten für Privatkunden kompatibel sind. Vodafone bleibt außen vor, bietet sie ihr Produkt ausschliesslich nur für Privatkunden an, Alice-TV (ein Angebot von O2/Telefonica) wurde bereits zum 31.12.2013 komplett eingestellt (vgl. teltarif). Das noch am Markt vorhandene VodafoneTV ist jedoch nicht mit Entertain der Telekom vergleichbar, weder in Qualität, Komfort noch Service.
 
Erhalten von Rufnummern
Bei einer Umstellung von einem analogen Telefonanschluss zu einem ISDN-Mehrgeräteanschluss oder IP-Anschluss (mit Einschränkungen) bleiben Ihnen Ihre Rufnummern erhalten. Anders sieht es bei einer Umstellung zu einem ISDN-Anlagenanschluss aus. An einem ISDN-Anlagenanschluss erhalten Sie in der Regel einen neuen Rufnummernblock, bestehend aus einer Kopfnummer und den Durchwahlnummern (DDI). Die Anzahl der möglichen Durchwahlen ist bei Zuteilung des Rufnummernblocks abhängig von den gebuchten Sprachkanälen (je 2 pro Anlagen- bzw. Ergänzungsanschluss[en]). Hierzu gibt es auch Ausnahmen, nach den Bestimmungen der Bundesnetzagentur. Dies handhaben die Netzbetreiber sehr unterschiedlich. Durch die Neuzuteilung eines Rufnummernblocks gehen Ihnen Ihre bisherigen analogen oder ISDN-Rufnummern (MSNs) verloren. Das muss nicht sein. Die Deutsche Telekom bot hier z.B. als Alternative an, dass für den Zeitraum von einem Jahr entweder eine Ansage auf die alte Rufnummer (Mitteilung der neuen Rufnummer) oder eine kostenlose Weiterleitung zur neuen Rufnummer geschaltet wird. Wir sahen beide Angebote problematisch. Zum einem ist die Ansage der neuen Rufnummer zwar der richtige Weg, da hier der Anrufende gezwungen wird, sich die neue Rufnummer zu notieren und erneut anzurufen, als eine Weiterleitung (dem Kunden die neue Rufnummer am Telefon mitzuteilen, halten Sie kein Jahr durch!), jedoch nach einem Jahr ist Schluss, Ihre alten Rufnummern sind dann verloren. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Ihre Kunden Ihre Rufnummer(n) in irgendwelche Telefonverzeichnisse eintragen oder im Smartphone abspeichern und Sie vielleicht nach zwei Jahren mal anrufen wollen (häufig bei Notaren, Ärzten, Tierärzten usw.) und dann die Ansage kommt: "Kein Anschluss unter dieser Nummer", insoweit diese Rufnummer nach einer Sperrzeit nicht an einen neuen Telefonkunden vergeben wurde und der sich nun durch solche Anrufe belästigt fühlt. Das Konzept war also nicht bis zu Ende gedacht. Mittlerweile bietet die Telekom offiziell auch dies nicht mehr an. Erst kürzlich in der Business-Community der Telekom durften wir den Grund hierfür erahnen: Einem Telekom-Kunden wurde doch tatsächlich allen Ernstes empfohlen, seinen alten neben dem neuen Anschluss einfach weiterlaufen zu lassen, nur damit der Kunde seine angestammte(n) Rufnummer(n) behält. Ein Schelm, wer böses dabei denkt. So gewinnt man kein Kundenvertrauen. Hier ist es nachzulesen. Doch: Es gibt hierzu Alternativen, die noch dazu kostenlos sein können, wie die alte Rufnummer trotzdem über das Jahr hinaus erhalten, weitergenutzt und ggf. mit einer Ansage zur neuen Rufnummer dauerhaft versehen werden kann. Sprechen Sie uns an, bevor Sie einen Auftrag an Ihren Netzbetreiber erteilen. Wir helfen Ihnen gern.
 
Portierung von Rufnummern
Eine Rufnummernportierung sollte immer der Letzte Schritt aller möglichen Abwägungen sein! Manchmal hilft ein Gespräch mit Ihrem Netzbetreiber. Sprechen Sie uns an.
 
Flatrateangebote der Netzbetreiber
Flatrateprodukte ins deutsche oder europäische Festnetz bietet Ihnen jeder Netzbetreiber an. Anders sieht es bei Flatrateprodukten vom Festnetz in die Mobilfunknetze aus. Die großen Netzbetreiber, wie Deutsche Telekom, Vodafone und O2/Telefonica bieten gegen Aufpreis auch eine Flatrate vom Festnetz in das eigene Mobilfunknetz an (z.B. Telekom zu D1, Vodafone zu D2). Was bereits im Mobilfunk möglich ist: Flatrate in alle deutschen Mobilfunknetze, ist im Festnetz derzeit nur bei den Netzbetreibern (Telekom und Vodafone) erhältlich. Während die Deutsche Telekom (bis Juli 2013 im GK-Bereich und bis Mai 2014) im PK-Bereich mit allen möglichen Tarifbezeichnungen genau diese Angebotsmöglichkeit elegant zu umschiffen versucht, ja regelrecht einen Eiertanz veranstaltet (Flatrate nur ins eigene D1-Netz mit oder ohne Handyvertragskopplung, mal nur zu 5 oder 10 Handys, auch nur ins D1-Netz oder die Option für 4 Euro monatlich in alle deutschen Mobilfunknetze für 12,9 Cent pro Minute zu telefonieren, wird "Festnetz zu Mobil genannt" und nicht für Anlagenanschlüsse buchbar), spricht der Mitbewerber Vodafone schon seit ein paar Jahren Klartext: Flatrate vom Festnetz ins deutsche Festnetz und in alle deutschen Mobilfunknetze und das von einem Anlagenanschluss, also speziell für Geschäftskunden (die in der Regel ein höheres Kommunikationsaufkommen haben) mit DSL "Vodafone Professional Festnetz DSL XXL" genannt, ohne DSL "Vodafone Professional Festnetz XXL". Davor schon (seit 2007), bot Vodafone nur für Privatkunden die Möglichkeit an, auf ISDN-Mehrgeräteanschlüssen einzelne Flatrates für 15 Euro pro Mobilfunknetz zum Vertrag hinzu buchen, bei 4 Mobilfunknetzbetreibern in Deutschland, entstanden so Mehrkosten von 60 Euro, wenn man alle deutschen Mobilfunknetzbetreiber per Flatrate nutzen wollte. Angeblich führt Vodafone diese Tarifmodelle mit finanziellen Verlust, da das Telefonieaufkommen in andere Mobilfunknetze höher sei als kalkuliert worden ist. Dennoch führt Vodafone diese Tarife weiter in ihrem Portfolio. Sie scheinen sich doch zu rechnen. Allerdings sind die Preise, die Vodafone für diese Flatrate verlangt, zeitlich gesehen, bereits überholt, d.h. es muss hier eine Preisanpassung nach unten kommen um Attraktiv zu bleiben. In den Mobilfunknetzen sind All-Net-Flatrate bereits ab 20 Euro üblich. Ein weiteres Problem bei Vodafone sind die extrem langen Schaltzeiten (von Auftragserteilung für einen Festnetzanschluss bis zur Einrichtung). Diese dauern in der Regel mindestens 6 bis 8 Wochen. Das liegt an den internen Prozessabläufen von Vodafone, die dringend gestrafft werden müssen. Vodafone schiebt die lange Bearbeitungszeit gern auf die Telekom, dessen Carriermanagement (Buchung von Leitungen der letzten Meile und Terminvergabe für den Techniker vor Ort) benötigt hierfür jedoch maximal 3 Tage Bearbeitungszeit, Vodafone behauptet, es würde mindestens 7 Tage dauern. Die Telekom kann einen Techniker zum Kunden eines anderen Netzanbieters (z. B. Vodafone) innerhalb von 3 Tagen raus schicken. Vodafone genehmigt sich hierfür 8 Arbeitstage, also reell 10 bis 12 Tage. Geschäftskunden, insbesondere bei Buchung von Neuanschlüssen, sollten die extremen Wartezeiten einplanen. Zudem hat Vodafone einige nicht nachvollziehbare Besonderheiten. Nimmt man dort einen Anlagenanschluss, z.B. mit 4 oder 6 Kanälen, also 2 oder 3 S0-Bussen, so erhält man DSL nur auf dem ersten S0-Bus. Rechtlich gesehen wäre der erste S0-Bus dann das "Vodafone Professional Paket", alle weiteren S0-Busse zu einem Anlagenanschluss nur das "Professional". Kassieren tut aber Vodafone so, als wären alle S0-Busse an einem Anlagenanschluss die "Professional Pakete", also mit DSL beschaltet. Kassiert wird also für DSL-Leitungen ab dem 2. S0-Bus, die gar nicht existieren. Die Telekom schafft (von Buchung eines Anschlusses bis zur Installation) dies innerhalb von 7 bis 10 Tagen, in günstigen Fällen sogar schon in 3 Tagen. Nun, die Telekom ist auch ein echter Premium-Anbieter. Und selbstverständlich gibt es DSL bei Anlagenanschlüssen auf jeden S0-Bus, wenn man das möchte! Besonders aufpassen sollte der Geschäftskunde, welcher einen Anlagen- oder Primärmultiplexanschluss bei Vodafone bucht. Dessen Geschäftskundenhotline für Neubuchungen von Telefonanschlüssen ist outgesourct zu einem privaten Unternehmen, die KiKxxl GmbH mit Sitz in Osnabrück, welche Callcenter mit ca. 700 Beschäftigten unterhält (damit sollte eigentlich alles bereits besprochen sein, was Vodafone von seinen Geschäftskunden in dessen Wertigkeit hält, die dem Unternehmen die meisten Einnahmen bringen). Hier laufen alle neuen Geschäftsneukundenanfragen auf. Versprochen wird vieles, gehalten nur wenig. Ein Direktverbund zu Vodafone existiert nicht. Wenn z.B. ein Geschäftskunde einen oder mehrere Primärmultiplexanschlüsse bestellt, den Vertragsentwurf von Vodafone zur Unterschrift dem Kunden zugesandt wird (per Post, Fax oder Email) und dort steht bei Zuteilung von Rufnummern "Rufnummernblock von 0 bis 999" (also ein 1000er-Block), wie telefonisch vorher abgesprochen und zugesagt, heißt das noch lange nicht, dass sich Vodafone an seine eigenen vertraglichen Zusagen hält. In der schriftlichen Auftragsbestätigung, also nach Unterschrift des Kunden, erhält dieser dann nur einen 300er-Rufnummernblock bei einem Primärmultiplexanschluss. So nach den Motto: "Friss oder stirb". Auch werden Rabattzusagen ungern eingehalten und müssen ggf. sogar gerichtlich durchgesetzt werden. Auf diese Weise wird sich der Neukunde gleich heimisch fühlen. Kundennähe existiert keine, Termin werden ohnehin sehr selten und dann nur auf Nachdruck eingehalten, Rückinformationen sind rar wie Goldstaub. Wenn man bei Vodafone nach Auftragserteilung durch den Bonitäts-Wolf erfolgreich gelaufen ist (dauert gern bis zu 8 Arbeitstagen) landet der Vorgang bei der "Implementierung", eine Abteilung direkt bei Vodafone. Hier werden dann die Leitungen bei der Telekom (letzte Meile) bestellt. Rückrufe auf Anfragen von dort sind eher eine Seltenheit, der Kunde wird als Bittsteller degradiert. Wohlgemerkt, auch Großkunden werden dort so behandelt. Direkte Ansprechpartner gibt es dort nicht und ist auch nicht gewünscht. Ein Service von Vodafone, welcher "Unter aller Sau" ist. Jeder Geschäftskunde sollte vorher wissen, auf was er sich da einlässt. Billigere Tarife, absolut schlechtester Service. In letzter Zeit (seit März 2014) bessert sich der Service von Vodafone. Man kann richtig zusehen, von Tag zu Tag scheint es hier wieder bergauf zu gehen. In diesem Zusammenhang möchten wir auch auf die gängige Praxis fast aller Mitbewerber der Telekom hinweisen: Geht etwas schief, war´s im Zweifel immer die Telekom. Das ist bequem und für den Kunden des Mitbewerbernetzbetreibers ohnehin nicht nachprüfbar. In den allermeisten Fällen hapert es bereits an der Kommunikation mit den eigenen Kunden, wie hier am Beispiel von Vodafone (siehe oben). Aber auch die anderen Netzbetreiber sind nicht besser. ZDF-Frontal (der ZDF-Beitrag kann hier runter geladen werden --> mp4-Datei 160 MB) hatte in seiner Sendung vom 05.08.2014 am Beispiel auf eine O2-Kundin, die von Hamburg in die Nähe von München umgezogen ist, berichtet, dass diese O2-Kundin nun schon über 6 Monate auf Ihren Anschluss warte, weil die Telekom, die zuständig für die "Letzte Meile" ist, nicht den Anschluss ihres Mitbewerbers schalte. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. O2 war bekannt, dass es am neuen Anschlussort ein Ressourcenmangel (zu wenige Leitungen am APL) gibt. Dies kommunizierte O2 allerdings nicht ihrer Kundin. Die rechtliche Lage ist nämlich, dass die Telekom nur vorhandene Ressourcen zur Schaltung nutzen muss und nicht neue für Mitarbeiter schaffen muss. Hierzu noch die von teltarif veröffentlichten Artikel zu diesem Thema (teltarif vom 05.08.2014 und 06.08.2014). Der Telekom-Sprecher wies darauf hin: "Die Verantwortung für den Kunden aber liege bei seinem Vertragspartner. Dazu gehöre auch, keine Zusagen zu machen, die nicht haltbar seien."
 
Jenseits von "Gut und Böse" sind die GK-Preise der Deutschen Telekom, welche versteckt in den "Zubuchoptionen Festnetz-Anschlüsse Geschäftskunden" seit 05. Juli 2013 aufzufinden sind. Die Zubuchoption „Business Flat Mobile All-Net“ ist für folgende Grundtarife jeweils im ISDN-Mehrgeräte- oder Anlagenanschluss/Ergänzungsanschluss schaltbar: BusinessCall Complete (2), BusinessCall Complete Premium (2), BusinessCall Complete VDSL (2), BusinessCall Complete Premium VDSL (2), BusinessBasic Complete (2)- und BusinessBasic Complete Premium (2), BusinessBasic Complete VDSL (2), BusinessBasic Complete Premium VDSL (2). Bei diesen Grundtarifen kommt für die Zubuchoption „Business Flat Mobile All-Net“ ein monatlicher Aufpreis zu den von 44,95 Euro (netto) für einen ISDN-Mehrgeräteanschluss und 49,95 Euro (netto) für einen ISDN-Anlagenanschluss/Ergänzungsanschluss (also pro 2 Sprachkanäle). Bei Anschlüssen, die im Rahmen von Business Bundle Advance überlassen werden, ist die Zubuchoption für 10 Euro (netto) günstiger zu haben. Der Aufpreis kommt zu den Grundgebühren hinzu. Am Preisbeispiel von Vodafone sind die Tarife der Telekom um bis zu 40 Euro (netto) teurer.
 
Im PK-Bereich hat die Telekom seit 07.05.2014 nunmehr eine echte VoIP-Flatrate in alle deutschen Netze gestartet (Call & Surf Comfort Allnet). Die Magenta EINS-Tarife sind ebenfalls hinzugekommen (hierzu näheres im nächsten Absatz). Allerdings mit Einschränkungen: Der Tarif ist nicht für ISDN-Mehrgeräteanschlüsse buchbar, die Kunden sollen durch das neue Tarifangebot dazu bewegt werden, auf IP zu wechseln, da die Telekom bis 2018 alle ISDN-Anschlüsse in Deutschland abschalten will. Auf diesen IP-Anschlüssen bietet die Telekom zusätzlich DSL bzw. VDSL ohne Volumenbegrenzung an. Der höchste Preis für Sprachflat in alle deutschen Netze mit VDSL 50 liegt bei 48,95 EUR mit Mehrwertsteuer. Ein akzeptabler Preis. Endlich! Unerklärlich ist jedoch, warum die Telekom ihre Entertain-Kunden, welche ohnehin rein IP-basiert arbeitet (bis auf wenige Ausnahmen, wo noch ein ISDN-Anschluss zum Entertain-Anschluss existiert) von dem Flatrateangebot in alle deutschen Netze ausschließt. Es gibt hierzu keinerlei Optionen. Vgl. Veröffentlichungen bei teltarif vom 07.05.2014 und 08.05.2014. Allerdings wird der Service bei der Telekom, besonders in den Ballungszentren Berlin und Frankfurt zusehend schlechter. Die Disponenten sind hoffnungslos überfordert, Entstörfristen werden kaum noch eingehalten. Die Hotlines werden immer mehr inkompetenter, besonders für die kleineren Geschäftskunden, die z.B. Anlagenanschlüsse haben. Es gleicht einem Lottospiel, wem man gerade an der Hotline erwischt, ob dieser eine Zugriffsberechtigung für solche Anlagenanschlüsse hat oder eben auch nicht. Hier muss die Telekom dringend nach justieren. Inzwischen hat die Telekom zum 15.10.2014 den Vertrieb über die Internetschiene des Tarifs Call & Surf Comfort Allnet eingestellt und durch die neuen Magenta-Festnetztarife ersetzt, die für den PK-Bereich gelten. Dort ist eine Allnet-Flatrate nur als Zubuchoption für 19,95 EUR monatlich zu haben oder über das Rabatt-Modell Magenta EINS, wenn man noch einen Mobilfunkanschluss der Telekom hat und beide Tarife (Festznetz und Mobilnetz) miteinander über das Rabatt-Modell - soweit zulässig - kombiniert, bekommt man die Zubuchoption "Festnetz zu Mobilflat" für den Festnetzanschluss gratis mit dazu. Fragen Sie uns einfach bei Interesse.
 
Das Telekom Rabatt-Modell Magenta EINS und Magenta EINS EU-Flat:
Das Angebot gibt es nur, wenn man gleichzeitig einen Festnetz- und einen Mobilfunkanschluss hat. Dann aber kann sich dies lohnen. Fragen Sie uns einfach, bei Interesse.
 
 
 
Eine weitere Alternative hierzu wäre die Portierung des Telefonanschlusses zu Vodafone, will man derzeit eine Flatrate vom Festnetz in alle Mobilfunknetze nutzen. Doch zu einer Portierung raten wir prinzipiell ab, da dies stets die letzte mögliche Alternative sein muss und auch problembehaftet sein kann, so z.B. Fehler in der Rufnummernportierung, kein echter Telefonanschluss (wird in den NON-TAL-Bereichen nur als VoIP geschaltet, ebenso sind in den NON-TAL-Bereichen keine Anlagenanschlüsse schaltbar), extrem lange Schaltzeiten (Bereitstellung eines Festnetzanschlusses kann bis zu 8 Wochen dauern) usw. Den Provider "Easybell" lassen wir mal außen vor, da dieses Angebot auf VoIP basiert und nur für Privatkunden erhältlich ist.
 
Bis die Preise fallen, können wir als zeitliche Alternative, Call by Call Anbieter empfehlen, die besonders Gespräche vom Festnetz in die Mobilfunknetze zu günstigen Minutenpreisen von maximal 3 bis 4 Cent pro Minute anbieten, oder auch den Einsatz von GSM-Gateways empfehlen, soweit Ihr SIM-Kartenvertrag dies zu lässt. Durch Integration von GSM-Gateways in Ihre Telefonanlage, telefonieren Sie direkt in die Mobilfunknetze Ihrer Wahl. Damit können Sie Flatrateprodukte, die eigentlich als Handytarife konzipiert sind, auch in Ihrer Telefonanlage nutzen. Pro SIM-Karte (z.B. yourphone, zur Eplus-Gruppe gehörend) wird ein GSM-Gateway benötigt. Die Hardwarekosten für die Aufrüstung Ihrer Telefonanlage sind minimal, die GSM-Gateways sind Anlagenneutral. Die Bezugsquellen solcher GSM-Wandler und wie Sie diese in Ihre Telefonanlage gleich selbst integrieren und weitere Alternativen, erklären wir Ihnen gern auf Nachfrage. Möchten Sie Ihre Mitarbeiter mit SIM-Karten ausrüsten, welche zu Festnetzkonditionen bundesweit erreichbar sind, würde sich hier simquadrat (eine Tochter von sipgate /Netzquadrat empfehlen, wenn es denn eine Hotline hierfür gäbe; derzeit gibt es nur einen Email-Support mit Reaktionszeiten von bis zu 7 Tagen). Die dort angebotenen Mobilfunkkarten besitzen bei Auslieferung an den Kunden keine Mobilfunkrufnummer (ein Novum !!!) sondern ausschliesslich eine Festnetzrufnummer, wobei auch eine Mobilfunkrufnummer kostenfrei hinzugebucht sowie weitere Nummern auf diese SIM-Karte portiert werden können (maximal 10 Fest- bzw. Mobilfunkrufnummern). Ein Wehmutstropfen hat allerdings dieses Angebot, obwohl simquadrat ein eigener "virtueller Mobilfunknetzbetreiber (MVNE)" ist, funken diese SIM-Karten im Netz von Eplus, da es dessen Basisstationen nutzt. Die Technik dahinter kommt allerdings direkt von simquadrat. Die E-Netze können in ländlichen Regionen Probleme mit der Netzabdeckung haben, auf Autobahnen während der Fahrt ist es gänzlich unbrauchbar.
 
Etwas zum Thema Preselection mit und ohne Vertragsübernahmen sowie Call-by-Call-Angeboten
Wikipedia sagt zu Preselection folgendes "Mit Preselection oder auch Carrier Preselection oder Betreibervorauswahl bezeichnet man in der Telekommunikation die Voreinstellung eines Telefonanschlusses auf eine bevorzugte Telefongesellschaft für den Aufbau von abgehenden Telefongesprächen. Formal spricht man auch von der dauerhaften Voreinstellung eines Verbindungsnetzbetreibers an Telefonanschlüssen etablierter Netzbetreiber." Preselection ist also der Pedant zu Call-by-Call, wo man für jede einzelne Verbindung eine Betreiberauswahl mittels einer speziellen Vorwahl vornimmt. Dies kann man auch in Telefonanlagen so einstellen, dass die Telefonanlage anhand der gewählten Rufnummern selbstständig erkennt, über welchen Netzbetreiber Gesprächsverbindungen aufgebaut werden sollen. Dies nennt man auch LCR. Hierzu Wikipedia: "Der engl. Begriff Least Cost Router (LCR) bezeichnet in der Telekommunikation eine Vorrichtung, die eine automatische Auswahl des preiswertesten Telefonanbieters durchführt, wobei im leitungsvermittelten Festnetz üblicherweise Call-by-Call genutzt wird. Der Sinn eines LCR besteht darin, das manuelle Vergleichen von Gebührentabellen zu automatisieren." LCR ist in den heutigen Telefonanlagen meist bereits integriert.

Kunden, die über entsprechende Telefonanlagen verfügen, welche LCR unterstützen, raten wir prinzipiell von Preselectionsangeboten ab. Der Grund dafür ist einfach: Der Kunde mag vielleicht ein Schnäppchen zu Beginn eines solchen Vertrages machen, jedoch sind solche Verträge meist langfristig bei dann konstanten Tarifen, während sich die Tarife beim Call-by-Call weiter ständig nach unten bewegen. Ist einmal eine Preselection auf den Telefonanschluss hinterlegt, kann man auch kein Call-by-Call mehr nutzen, die meist günstigere Tarife auf Dauer haben.

Warnen müssen wir vor Preselectionsverträgen mit sogenannten Vertragsübernahmen, nach dem Motto: alles aus einer Hand. Bei den sogenannten Vertragsübernahmen werden beim Netzbetreiber (hier meist die Telekom) die Verträge auf den neuen Anbieter als Vertragsinhaber umgeschrieben und der Kunde lediglich als "Nutzer" hinterlegt. Der Kunde hat gegenüber seinem Netzbetreiber keinerlei Rechte mehr, er kann im schlimmsten Fall, bei Kündigung seines Vertrages beim Preselectionanbieter, seine Rufnumern sogar verlieren, wenn er nicht selbst gegenüber der Telekom wieder aktiv wird. Was für Großkunden vielleicht noch Sinn macht, ist für kleinere und mittelständige Unternehmen kontraproduktiv. Auch sind die Reaktionszeiten bei Störung eines Telefonanschlusses wesentlich länger, da Ansprechpartner nicht mehr der eigentliche Netzbetreiber sondern der Preselectionsanbieter ist, die "großzügigere Konditionen zum Nachteil des Kunden" mit dem Netzbetreiber vereinbart haben um die eigentlichen Kosten zu drücken. Bei einer Vertragsübernahme erhält der Kunde dann in der Regel nur noch eine Rechnung vom Preselectionsanbieter und nicht mehr vom Netzbetreiber. Der Preselectionsanbieter ändert meist auch die beim Netzbetreiber zu den Anschlüssen hinterlegten Tarife in noch billigere Flottentarife und bildet ein eigenes Tarifportfolio gegenüber dem Kunden ab, der dann "alles aus einer Hand" eine Rechnung bekommt, wo das neue Tarifportfolio auf die Anschlüsse hinterlegt ist, zudem werden die Grundgebühren der Anschlüsse beim Netzbetreiber dem Kunden (ggf. überhöht) durchgereicht. Solche Verträge laufen in der Regel erstmals über 24 Monate und verlängern sich dann jeweils um 12 Monate bei einer Kündigungsfrist von mindestens 3 Monaten. Will der Kunde - aus welchen Gründen auch immer - vom Preselectionsanbieter zu einem anderen Anbieter wechseln, macht er sich sogar erpressbar. So werden extrem hohe Abstandssummen verlangt, will der Kunde z.B. vorzeitig aus dem Vertrag, damit der Kunde seine eigenen Rufnummern beim Netzbetreiber wieder umgeschrieben bekommt. Zudem nimmt sich erfahrungsgemäß der bisherige Preselectionsanbieter für einen abgehenden Wechsel in der Bearbeitung extrem viel Zeit. Lange Bearbeitungszeiten zeigen auch deutlich, was das Unternehmen von seinen Kunden hält. Ein sehr unrühmliches Beispiel ist hier Ecotel, welche Preselectionsverträge mit Vertragsübernahmen anbietet, der keinerlei Wertschätzung für seine Kunden empfindet. Wenn man kündigen will, wird man hier auch schnell mal etwas ruppig. Wozu überhaupt eine Vertragsübernahme für eine Preselection erforderlich sein soll, zeigt sich in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Ecotel verklausuliert sehr deutlich.

Zitat:
"§ 13.2 Möchte der Auftraggeber nach Beendigung des Vertrags einen Vertrag mit einem anderen Provider als ecotel abschließen und seine Rufnummern weiterhin nutzen, so muss er soweit eine Anschlussübernahme durch ecotel vorliegt, die Rückführung des Anschlusses auf die Deutsche Telekom AG (DTAG) durch Erklärung gegenüber der DTAG veranlassen.

Die Wirksamkeit der Kündigung des Vertrags mit ecotel ist unabhängig davon, ob der Kunde die Rückführung seines Anschlusses bzw. die Portierung seiner Rufnummern veranlasst hat. Erfolgt keine Rückführung des Anschlusses ..., so kann der Kunde seine Rufnummern nach Beendigung des Vertrags mit ecotel nicht mehr nutzen." --> Zu deutsch: Er verliert seine Rufnummern ! Insbesondere dann, wenn die Rufnummern kürzer sind als 11 Stellen (einschl. Vorwahl ohne 0). Die kurzen Rufnummern müssen laut Bundesnetzagentur eingezogen werden, wenn sich der Vertragspartner ändert.

weiter im Zitat:

"§ 13.4 Des Weiteren wird der Auftraggeber alle bestehenden oder bis zur Beendigung des Vertragsverhältnisses noch entstehenden Vergütungsansprüche von ecotel bis zum Ablauf des Vertrages vollständig begleichen. D.h. unabhängig davon, ob der Auftraggeber bereits vor Vertragsbeendigung Leistungen von einem neuen Provider bezieht, ist er in jedem Fall verpflichtet, die vereinbarten z.B. monatliche Mindestumsätze, Grundgebühren, Fixkosten bis zur Vertragsbeendigung an ecotel zu zahlen. In Fällen in denen keine Mindestgebühr vereinbart wurde, hat der Auftraggeber den Durchschnittsbetrag der letzten zwei Rechnungen bis zum Ablauf des Vertrages zu begleichen. Der Auftraggeber wird die Dienstleistungen nach Vertragsbeendigung nicht mehr in Anspruch nehmen. Nimmt der Auftraggeber über die Vertragsbeendigung hinaus noch Leistungen in Anspruch, hat der Auftraggeber diese Leistungen gemäß der zuletzt vereinbarten Preisliste zu vergüten."

Besonders hier ist auf das fettgedruckte und unterstrichene zu achten. Telefoniert in den letzten zwei Monaten der Kunde besonders viel, wird auch die Abstandssumme hoch. Ein Unding! und absolut unseriös! Der Kunde macht sich erpressbar, da er ohne horrende Abstandszahlungen keine Hoheit über seine eigenen Rufnummern beim Netzbetreiber erhält. Hier spricht also die pure Gier nach Geld. Die Stärke und Seriösität eines Unternehmen zeichnet sich nicht in der Anwerbung seiner Kunden aus, sondern darin, wie man beim Weggang seiner Kunden reagiert und wie man mit dem Kunden umgeht. Wir können vor solchen Vertragsabschlüssen nur warnen ! Für eine Preselection ist eine gekoppelte Vertragsübernahme nicht erforderlich !

 
 
Noch etwas zu teltarif.de
Teltarif ist das meistbesuchte Verbraucherportal für Telekommunikationsprodukte und das ist auch gut so. Es ist nur für Privatkunden bestimmt. Steht zwar nirgendwo, nicht mal im Impressum, aber es ist so. Anfragen zu Produkten für den Geschäftskundenmarkt, besonders für den kleineren Mittelstand, die ja in der Regel auch Verbraucher sind, wo der Übergang zum Privatkundensektor fliessend ist, werden relativ barsch abgekanzelt.
 
Auch wird schnell mal Festnetztelefonie mit IP-Telefonie in einen Topf geworfen und die Leute dadurch letztendlich nur verwirrt. Am Beispiel eines eher freundlich gestalteteten Artikels (von bisher drei innerhalb von 5 Tagen ! - böse Zungen könnten meinen, es handle sich hier um versteckte Werbung) über Easybells neue Telefonieflatrate in alle Netze titelt teltarif am 11.12.2012 so: "Berliner Provider startet erste Allnet-Flatrate aus dem Festnetz" und erweckt damit beim groben überfliegen des Artikels beim Leser den Eindruck, dass hier tatsächlich eine Flatrate aus dem Festnetz, also mit klassischer analoger Telefonie oder sogar mit ISDN möglich wäre. Erst beim genaueren Lesen und bei Kenntnis der eigentlichen Materie wird ersichtlich, dass es sich hier um reine IP-Telefonie (VoIP) über einen DSL-Anschluss handelt. Es werden also nur DSL-Anschlüsse geschaltet, mit der Option über das DSL-Modem (hier zum Beispiel eine Fritzbox 7390) zu telefonieren. Zitat aus dem Fliesstext: "Die Telefonie wird über das Internetprotokoll realisiert, ist jedoch genau so handhabbar wie ein normales Festnetzgespräch." Das Wort IP-Telefonie oder VoIP taucht garnicht erst auf. Die Unterschiede zu klassischer Festnetztelefonie und IP-Telefonie - die man auch unbedingt beachten sollte - sind hinlänglich bekannt und auch teltarif hat dies in mehreren Artikeln dokumentiert. Auch ist es nicht die erste Flatrate vom "Festnetz" in alle Netze, wie in einem zweiten Artikel von Teltarif später auch zugegeben wird, Zitat: "Zwar bot vor einigen Jahren schon Arcor Flatrates zum Mobilfunk an, allerdings musste hier jedes Netz einzeln hinzugebucht werden wodurch die Gesamtkosten deutlich höher waren als das neue easybell-Angebot". Doch auf den verlinkten Artikel wird zumindest eins ersichtlich: Hier war zumindest noch die Überschrift und der Titel des verlinkten Arcor-Artikels korrekt: "Arcor führt Flatrate für Gespräche in alle Handynetze ein". Im Artikel wird auch deutlich von VoIP gesprochen, selbst der Begriff VoIP taucht auf. Zwar stimmt auch dieser Artikel in Gänze nicht, denn Arcor hatte auch ISDN-Produkte im Angebot, wo diese Flatrate für Privatkunden zugebucht werden konnte, aber lassen wir diese Spitzfindigkeiten. Interessanter ist die wiedermal etwas gereizte Antwort des teltarif-Redakteurs vom Easybell-Artikel am gleichen Tag, den wir zuvor gebeten hatten, in dem Artikel deutlicher hervorzuheben, dass es hier um ein DSL-Angebot mit VoIP-Telefonie geht und der Begriff Festnetz irreführend sein könnte - Zitat "...dass es sich bei easybell um einen VoiP-Anschluss handelt, wurde im Artikel dargestellt. Geschäftskundenangebote wie die zitierten sind für den Privatkundenmarkt nicht relevant, eingestellte Angebote ebenfalls nicht. Zudem war das Arcor-Angebot keine Allnet-Flat, die man sich lediglich durch die Buchung einzelner Netze zu einer Flatrate in die vier Mobilfunknetze zusammenstellen konnte. Gespräche zu Netzen wie vistream waren dennoch nicht im Rahmen der Flatrate möglich. Somit ist easybell die erste Allnet-Flatrate - mal abgesehen von dem gebotenden Preis, der weit unter dem von Arcor damals lag...". Also der Begriff VoIP taucht wie bereits dargestellt garnicht auf, ferner wird in der Antwort zugleich unterstellt, dass man wissen müsste, dass teltarif nur für Privatkunden relevant sei und zu guter letzt, die Spitzfindigkeit, dass in der Flatrate Telefonate zu vistream in nicht inbegriffen waren. Auch dass stimmt nur zum Teil, denn richtig ist, das vistream-Kunden erst 4 Monate nach Flatrateeinführung kostenlos erreichbar waren. Vistream hatte zu diesem Zeitpunkt gerade mal 60.000 Kunden, bei damals schon über 80 Millionen Mobilfunkanschlüssen (2007) in Deutschland, also im Promillebereich. Im übrigen ist dieser Tarif zwar vom Markt genommen, jedoch Bestandskunden können diesen Tarif weiterhin nutzen. Um nocheinmal zum Titel des Artikels von Teltarif über Easybell zurück zu kommen: Der Artikel hat genau das bewirkt, was er offensichtlich auch sollte: Viele Kunden haben bei uns nachgefragt und waren durch den Artikel zu der Ansicht gelangt, dass hier klassische Festnetztelefonie, also analoge Telefone oder ISDN-Anschlüsse angeboten werden. Wieviele Kunden werden nach Buchung bei Easybell feststellen, dass es sich eben nicht um klassische Telefonie handelt? Dass es auch anders geht, wird bereits im Titel von "Mobilfunk-Talk.de" wiedergegeben - Zitat: "easybell: Erstes DSL-Angebot mit Allnet-Flat". Lesen Sie selbst - welcher Artikel seriöser ist. In allen drei bisher von teltarif erschienenen Artikeln, der dritte Artikel ist hier zu lesen, wird nicht deutlich dargestellt, dass es sich hier um Internettelefonie handelt, im letzten Artikel wird von einer DSL-Allnet-Flatrate gesprochen. Man sollte deutlicher herausstellen, dass über DSL nur per Internettelefonie (VoIP, NGN) telefoniert werden kann. Auch die kurzen Kündigungsfristen (Kündigung jederzeit mit zweiwöchiger Frist zum Monatsende möglich), die teltarif noch als positiv bezeichnet, sollten Warnung genug sein. Denn eine Kündigung kann nicht nur der Verbraucher sondern auch der Anbieter dieser Telekommunikationsleistung aussprechen. Inzwischen (27.12.2012) hat teltarif.de mit einem vierten Artikel nochmals nachgelegt und hier erstmals wirklich seriös über das VoIP-Angebot von Easybell berichtet, mit dem letzten Artikel vom 30.05.2013 bezeichnet teltarif mal wieder das Angebot von Easybell als "die erste echte Allnet-Flatrate im deutschen Festnetz".
 
Also auch Artikel von den Gurus von teltarif sind mit Vorsicht zu geniessen. Teltarif bringt auch mal was schnell durcheinander: Im Artikel vom 14.12.2012 "Schneeschuhe & Heizungen: Vodafone macht das Netz winterfest", im Untertitel wird man dann noch genauer: "Die raue Witterung stellt die Provider vor Probleme" - Hier wird Vodafone auch mal schnell vom Netzbetreiber zum Provider degradiert, das Wort Netzbetreiber fällt nicht ein einziges Mal. Netzbetreiber ist Betreiber eines Telekommunikationsnetzes und Provider ist ein Telekommunikationsanbieter ohne eigenes Netz. Das dürfte auch den Kollegen von teltarif eigenlich bekannt sein. Es wäre an der Zeit, wenn einige Redakteure von teltarif wieder mal anfangen, sauber zu Recherchieren, nicht nur Artikel von heise.de, zum Teil stark zeitversetzt, zu übernehmen und die über Jahre eingefahrene Überheblichkeit zu überdenken. Lieber weniger Artikel, dafür aber gute Qualität.
 
 
ACHTUNG:
Deutsche Telekom beginnt mit Umstellung auf VoIP
Ab 2016 keine ISDN-Anschlüsse mehr
(Pressemeldung vom 21.02.2013 auf heise.de):
 
Zitat: "Die Telekom beginnt damit, ältere DSLAM abzuschalten und betroffene Kunden mit herkömmlichem Telefonanschluss auf VoIP-Produkte umzustellen. Betroffen sind bundesweit einige tausend Kunden. Diese erhielten jüngst ein Anschreiben, in dem die Telekom die Kündigung des Altanschlusses für die nahe Zukunft ankündigt und den Wechsel auf ein VoIP-Produkt empfiehlt. Die Telekom sucht dabei offenbar gezielt Kunden aus, deren Anschlüsse bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

Die Umstellung erfolgt zunächst nur für einzelne Anschlussklassen und -gruppen, nicht für komplette Vermittlungsstellen. Telekom-Pressesprecher Niels Hafenrichter teilte auf Anfrage von heise online mit, dass das Unternehmen seine Produkte "in den kommenden Jahren sukzessive auf vollständig IP-basierte Angebote" umstellen werde. Die Umstellung soll bereits in drei Jahren, also 2016 abgeschlossen sein. Analoganschlüsse ohne DSL werden von der Umstellung nach jetzigem Kenntnisstand nicht betroffen sein; diese sollen nach dem bislang bekannten Planungsstand in der Vermittlungsstelle von PSTN- auf VoIP-Technik umgestellt werden, idealerweise ohne dass es der Kunde bemerkt.

Die erste Kündigungswelle betrifft nur Kunden mit älteren Call&Surf-Komplettpaketen, die an einer "gering beschalteten Baugruppe älterer Technologie", also per ATM angebundene DSLAMs mit ADSL-Technik bis 6 MBit/s, angeschlossen sind. Deren Betrieb ist für die Telekom unwirtschaftlich; sie sollen deshalb außer Betrieb gehen. Mit dem Umstieg der Kunden auf VoIP räumen diese auch Ports bei den alten Telefonvermittlungsstellen, die ebenfalls in den kommenden Jahren ausgemustert werden sollen.

Die jetzt angelaufene Kündigungswelle ist ein Pilotprojekt. Die Telekom will damit den Umstellungsprozess erproben und für die Kunden so reibungslos wie möglich gestalten. An der Gesprächsqualität ändert sich zunächst nichts – der standardmäßig verwendete Codec G.711 für Telefonie wird sowohl bei VoIP als auch im digitalen Telefonnetz und bei der D/A-Wandlung von analogen Anschlüssen eingesetzt. An VoIP-Anschlüssen lassen sich aber auch Codecs mit höheren Audiobandbreiten nutzen, etwa G.722, sofern Telefone und VoIP-Adapter beider Gesprächspartner sowie möglicherweise zwischengeschaltete Gateways diese beherrschen.

Grundsätzlich können die bald gekündigten Kunden auf Wunsch immer noch einen herkömmlichen Telefonanschluss der Telekom erhalten. Das Unternehmen versucht in Verkaufsgesprächen aber inzwischen recht hartnäckig, Kunden, die einen solchen Wunsch äußern, "umzuberaten". Wer Gerätschaften betreibt, die nur für herkömmliche Anschlüsse geeignet oder zugelassen sind, etwa Hausnotrufsysteme, Alarmanlagen mit Notrufmelder oder EC-Kartenterminals, sollte sich darauf berufen und auf der Umstellung auf ein aktuelles Paket mit herkömmlichem Anschluss bestehen. Allerdings kauft man sich damit nur Zeit. Wenn die Telekom ihre Pläne termingerecht umsetzt, erfolgt in spätestens drei Jahren die Kündigung aller verbliebenen Kombi-Pakete aus DSL und herkömmlicher Telefonie; dann wird es von der Telekom nur noch VoIP-Angebote geben."
 
 
Es gibt keine Ausnahmen ...
(Zitat aus Pressemeldung vom 04.03.2013 auf teltarif.de):
 
"'Wir werden alle Anschlüsse umstellen müssen', sagte der Chef der Telekom-Privatkundensparte. Dies bringe dem Konzern enorme Kostenvorteile. Die Wartung der Kupfernetze, so van Damme, sei auf Dauer zu teuer. Aktuell verzeichne die Deutsche Telekom mehr als eine Million IP-Anschlüsse. Schon jetzt versuche man, Anschlüsse bei Ereignissen wie Neuschaltung, Vertragsverlängerung oder Ugrades auf All-IP umzustellen. Wie berichtet, wird die Telekom notfalls auch die Kündigung von Anschlüssen in Betracht ziehen, wenn der Kunde der Umstellung nicht zustimmt.

Auch für Telekom-Analog-Anschlüsse, die sich weit weg von der nächsten Vermittlungs­stelle oder einem Outdoor-DSLAM befinden, werde man entsprechende (technische) Lösungen anbieten, betonte Niek Jan van Damme. Dasselbe gelte auch für Inhaber eines ISDN-Anschlusses - hier habe man entsprechende Alternativen auf IP-Basis."
 
 
Telekom treibt unsichtbare IP-Revolution voran ...
(Zitat aus Pressemeldung vom 24.02.2014 auf telekom.com):
 
"In Deutschland sind bereits rund 2,1 Millionen Kundenanschlüsse auf IP umgestellt worden. "2014 wollen wir diese Anzahl von Anschlüssen mehr als verdoppeln - und das im laufenden Betrieb", sagte Niek Jan van Damme. "Unser ambitioniertes Ziel ist es, bis zum Ende des Jahres 2018 unser gesamtes Netz in Deutschland auf IP-Technologie umzustellen. Wir gehen dies an, um unseren Kunden überlegene Produkte, noch besseren Kundenservice und erheblich verkürzte Produkteinführungszeiten bieten zu können - auf einem schnelleren Netz mit weniger Latenz. " Im Geschäftssegment Europa (ohne Deutschland) wurden bislang rund 2,7 Millionen Kundenanschlüsse migriert."
 
 
Warum stellt die Telekom Ihre Anschlüsse auf IP-Technologie um ...
(Zitat aus Pressemeldung vom 13.11.2014 auf teltarif):
 
Einen hierzu interessanten Artikel hat teltarif am 13.11.2014 veröffentlicht. Diesen Artikel können Sie hier lesen.
 
 
Integriert & Plug & Play-fähig: Das Telekom-Netz wird auf IP umgestellt
(Zitat aus Pressemeldung vom 28.04.2014 auf teltarif.de):
 
"Unter anderem gab Telekom-Deutschland-Chef Niek Jan van Damme bekannt, dass die Telekom ab September in die Vermarktung für die neuen VDSL-Vectoring-Anschlüsse gehen wird. Sie sollen Datenraten von bis zu 100 MBit/s ermöglichen. Allerdings werde VDSL Vectoring nicht sofort im kompletten VDSL-Bereich zur Verfügung stehen. Dort, wo jetzt VDSL ausgebaut wird, werde es auch Vectoring-Anschlüsse geben, sagte Technik-Chef Bruno Jacobfeuerborn."
 
 
ISDN-Ende: Telekom bekräftigt Pläne für Umschaltung auf All-IP bis 2018
(Zitat aus Pressemeldung vom 28.04.2014 auf teltarif.de):
 
"Dem 'gallischen Dorf der ISDN-Freunde, die sich bislang erfolgreich der Umstellung auf All-IP widersetzen konnten', werde 2018 definitiv der Stecker gezogen, bekräftigte van Damme. Bruno Jacobfeuerborn ergänzte: Die ISDN-Technik, die aus den 1990er Jahren stamme, werde mit zunehmendem Alter immer störanfälliger und wartungsintensiver."
 
 
Sollten Sie betroffen sein, setzen Sie sich mit uns in Verbindung, wir finden Alternativen.
 
 
Ich bin gedrosselt - Mit Modemgeschwindigkeit durchs Netz humpeln...
(Stand: 02.08.2014)
 
Ein wahrer Sturm voll Scheiße (auch Shitstorm genannt) donnerte im Mai 2013 über die Deutsche Telekom. Diese beabsichtigt ab 2016 bei DSL/VDSL/Fibre-Anschlüssen nach erreichen einer bestimmten Datenmenge pro Monat drastisch den Speed (Downloadgeschwindigkeit) bis zum jeweiligen Monatsende zu drosseln. Um in den "Genuss" der Datendrosselung zu kommen ist ein vorheriger Neuabschluss oder Vertragswechsel nötig. Selbst ein einfacher Tarifwechsel reicht aus. Infolge der zwangsweisen Umstellung aller analogen und ISDN-Anschlüssen bis 2016/2019 wird faktisch jeder Kunde der Deutschen Telekom von der Datendrosselung betroffen sein. An vielen Stellen im Internet wird derzeit ein Wechsel zu einem anderen Netzbetreiber oder Provider empfohlen. Hier gilt zunächst Ruhe bewahren! Die Bundesnetzagentur prüft derzeit die Änderungen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen und Leistungsbeschreibungen der Telekom. Zwischenzeitlich hat die Verbraucherzentrale NRW die Telekom abgemahnt (Mitteilung siehe hier). Die Telekom hatte bis zum 16. Mai 2013 Zeit, der Abmahnung abzuhelfen. Nun geht die Sache durch die Gerichtsinstanzen, da die Verbraucherzentrale NRW eine entsprechende Klage eingereicht hat. Das Verfahren wird in erster Instanz vor dem Landgericht Köln unter dem Aktenzeichen 26 O 211/13 geführt. Ein erster Verhandlungstermin war für den 18.09.2013 angesetzt (vgl. teltarif). Mit einem Teilanerkenntnis- und Schlussurteil vom 30.10.2013 untersagte das Landgericht Köln der Deutschen Telekom dessen Drosselpläne (vgl. Urteil LG Köln Az. 26 O 211/13). Schwerpunkt in diesem Urteil ist die Auslegung des Begriffes "Flatrate" (Definition siehe hier bei Wikipedia), welche bei der Telekom mit einer Geschwindigkeitsangabe beworben wird, dagegen die Drosselung der Geschwindigkeit sich nur im "Kleingedruckten" in der Leistungsbeschreibung zum Produkt wiederfindet (vgl. heise.de und teltarif). Die Verbraucherzentrale NRW geht nun auch gegen die Bezeichnung "Flatrate" gegen O2 vor (vgl. teltarif). Auch das Bundeskartellamt meldet Bedenken an. Nicht wegen der Drosselung selbst, sondern weil bestimmte Medien (wie Entertain) von der Drosselung ausgeschlossen sein sollen. Mit Presseveröffentlichung vom 12.06.2013 ging die Telekom einen kleinen Schritt zurück (teltarif). Statt wie geplant auf 384 Kbit/sec zu drosseln, will man jetzt nur noch auf 2 Mbit/sec. drosseln, sobald das im Tarif enthaltene Datenvolumen aufgebraucht ist. Das Bundeswirtschaftsministerium plante zwischenzeitlich eine Zwangsverordnung zum TKG über die Einhaltung der Netzneutralität, die jedoch aufgrund des FDP-Rauswurfs aus dem Bundestag aufgrund der Bundestagswahlen im September 2013, wieder vom Tisch sein sollte. Das Telekomeigene Entertain dürfte demnach ebenfalls von der Drosselung nicht ausgenommen werden. Ein sofortiger Wechsel von der Telekom weg zu einem anderen Anbieter (wie derzeit auch von teltarif voreilig und unverantwortlich empfohlen,) ist derzeit nicht ratsam, da zunächst abzuwarten gilt, ob andere Anbieter nachziehen (z.B. Netcologne äußert sich bereits positiv zu den Telekom-Tarifen, Kabeldeutschland und 1&1 hat bereits eine Datendrossel in ihren Verträgen verankert und wendet diese auch an). Congstar, eine Tochter der Deutschen Telekom hat inzwischen bestätigt, dass eine Datendrossel ab 2016 eingeführt wird. Dazu will man ab 2014 die entsprechenden AGB´s anpassen (vgl. Focus). Zwar noch offiziell bestritten, hat Vodafone jedoch gleiches vor, seit dem die Übernahme von Kabeldeutschland abgeschlossen ist. Da bei Kabeldeutschland bereits eine Datendrossel aktiv ist, soll dies wegen der Gleichheit aller Kunden nun auf Vodafone-Kunden ausgeweitet werden. O2 wird ab 01.10.2014 (ursprünglich war der 01.07.2014 geplant) bei seinen DSL-Festnetzprodukten ebenfalls eine Datendrossel einführen (die ab sofort "Fair-Use-Mechanik" heißt - O2 hatte wohl begriffen, dass der vorhergehende Begriff "Fair-Use-Vorteil" wohl mehr als Kundenverarsche unter den Nutzern verstanden wurde). Für einen zusätzlichen monatlichen Aufpreis von "nur" knapp 15 Euro, kann man sich davon freikaufen (vgl. teltarif, pcwelt). Im Ergebnis des ganzen Traras um die Drosselpläne beabsichtigt nun die Deutsche Telekom den Begriff Flatrate aus Ihren DSL-Produkten zu streichen (vgl. teltarif und heise.de) und tut dies nun auch, lt. verschiedener Presseveröffentlichungen (vgl. teltarif, heise.de). Damit sind die Drosselpläne der Telekom im Festnetz erst mal bis 2015 vom Tisch, sogar die Verträge die jetzt abgeschlossen werden, enthalten keinen Drossel-Passus. Nun gehen die Verbraucherzentralen gegen die LTE als Festnetzersatz-Tarife vor (vgl. teltarif, heise.de). Es bleibt also spannend. Siehe auch die Artikel von Verbraucherzentrale NRW, netzpolitik.org, Handelsblatt, Die Welt, winfuture, golem.de, teltarif, Heise, Spiegel, Focus, Stern und hilf-telekom.de